„Mit Mikado kommen wir nicht weiter“
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Bundestagswahl 2013: Grünen-Fraktionsvorsitzende Renate Künast nimmt in Mühlacker den Politikstil von Angela Merkel aufs Korn
Mindestlohn, Mietpreisbremse, Merkel und Mikado – Renate Künast, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, hat bei ihrem Wahlkampfauftritt am Mittwochabend im kleinen Mühlehof-Saal mit Schwarz-Gelb abgerechnet und dem Fazit ihre Version einer gerechteren Zukunft entgegengestellt.
Renate Künast wirft bei ihrem Wahlkampfauftritt im kleinen Saal des Mühlehofs Kanzlerin Angela Merkel vor, die Menschen einzulullen, statt etwas zu bewegen. Foto: Hansen
Mühlacker. Dabei stellte die grüne Frontfrau nicht nur Positionen dar, sie versuchte auch, den Politikstil von Angela Merkel zu analysieren. „Heute geht es um Mikado“, begann Künast ihre Rede und freute sich über die verdutzten Gesichter ihrer rund 45 Zuhörer. Nach einer kurzen rhetorischen Pause löste sie das Rätsel auf. „Mikado ist das Spiel, wo man verliert, wenn sich was bewegt.“ Und genau das sei das Spiel von Angela Merkel, die aber zusehends an die Grenzen ihres Mikado-Modus stoße. „Sie versucht immer so zu tun, als habe sie alle Probleme schon gelöst“, analysierte Künast die Strategie der Kanzlerin, die Politikwissenschaftler als asymmetrische Demobilisierung bezeichneten, bei der es nicht nur darum ginge, konkreten Positionen auszuweichen, sondern auch die potenziellen Wähler der politischen Gegner so einzulullen, dass sie am Wahltag zu Hause blieben.
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