Mit Küchenmesser zugestochen
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Pforzheim (weg). „Wie durch Butter“ ging das Messer in die Brust des 25-Jährigen. „Ich habe gar nicht gedacht, dass ich ihn getroffen habe.“ Das sagte gestern der wegen versuchten Mordes angeklagte 20-jährige Dietrich (Name geändert) vor der Auswärtigen Jugendstrafkammer unter Vorsitzendem Richter Hermann Meyer. Er hatte aber getroffen. Siebenmal war das scharfe Küchenmesser mit einer Klingenlänge von 15 Zentimetern in die Brust des Kontrahenten gedrungen. Ein Stich hatte den linken Lungenflügel getroffen, der kollabiert war. Nur durch eine sofortige Notoperation konnte der 25-Jährige am 13. März gerettet werden.
Tatort war ein namhaftes Sportstudio. Dort hatte das Opfer, Vitali, regelmäßig trainiert. Dietrich ist 1.96 Meter groß, Vitali kaum kleiner, breitschultrig, durchtrainiert. Früher einmal waren sie gute Freunde. Das endete, wie Dietrich gestern sagte, als er im Dezember zwei Gramm Kokain von Vitali gekauft hatte und die 160 Euro nicht gleich bezahlen konnte. Vitali habe ihn angerufen, ihn angebrüllt und beschimpft, weil er seinem Geld hinterherlaufen müsse. Habe gedroht, er werde zu ihm nach Hause kommen und das „regeln“. Dietrich knickte nicht ein, sondern meinte, dann solle er eben kommen.
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