Milder Winter versetzt Vögel in Balzlaune
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Tierwelt ist ein Indikator für den Klimawandel – Auswirkungen auf Zugvögel nachweisbar – Frühlingsgefühle im Januar
Eigentlich hat im Januar der Frost die Natur fest im Griff. Doch auch in diesem Winter herrschen milde Temperaturen. „Der Klimawandel heizt uns mächtig ein. Erste Effekte sind auch in der Vogelwelt nachweisbar“, sagt Dr. Stefan Bosch aus Diefenbach, Ornithologe und Fachbeauftragter des Naturschutzbunds (NABU) Baden-Württemberg.
Blaumeisen beginnen an milden Tagen bereits mit ihren Reviergesängen. Foto: Reinhold Hill
Enzkreis. Für manche Vogelarten sei der Klimawandel ein Faktor, der die Art an den Rand des Aussterbens drängt, so Bosch. Andere Vögel profitierten hingegen von milden Wintern und fehlendem Schnee. Sie können ihr Revier weiter ausdehnen. „Wärmeliebende, mediterrane Arten wie der Bienenfresser finden am Oberrhein und in Südbaden gute Bedingungen vor. „So verschiebt sich das Verbreitungsgebiet beispielsweise von Wiedehopf und Bienenfresser jedes Jahr um zwei bis 20 Kilometer gen Norden“, weiß Bosch. Wiesenpieper oder Bekassine seien dagegen gezwungen, in kühlere Gebiete auszuweichen. Vögel der Gebirge wie Bergpieper, Ringdrossel oder Zitronenzeisig weichen zunächst in größere Höhen aus. Doch dem sind geografische Grenzen gesetzt.
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