Milde Strafe für brutale Misshandlungen

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Junger Untermieter erlebt ein monatelanges Martyrium – Peiniger entschuldigt sich im Gerichtssaal

Mühlacker/Pforzheim. Trotz seiner „abstoßenden Taten“, wie es Pforzheims Amtsgerichtsdirektor Oliver Weik in der Urteilsbegründung formulierte, ist ein 27-jähriger Angeklagter gestern vor dem Schöffengericht glimpflich davongekommen: zwei Jahre Freiheitsstrafe, ausgesetzt zur Bewährung, wegen räuberischer Erpressung in sieben, und wegen vorsätzlicher und gefährlicher Körperverletzung in acht Fällen. Der Grund für die erstaunliche Milde angesichts von Taten, die beim Anhören der Anklageschrift den Atem stocken ließen, war die offenbar ehrliche Reue des Angeklagten, der sein Opfer im Gerichtssaal unter Tränen umarmte und sich entschuldigte. Außerdem hatte er ein umfassendes Geständnis abgelegt.

Der 19-Jährige, der monatelang „ausgequetscht wie eine Zitrone“ worden war, so Richter Weik, und sadistisch anmutende Quälereien über sich hatte ergehen lassen, nahm die Entschuldigung an.

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