Memoiren zwischen Idylle und Schrecken

Archiv

Dr. Rainer Würgau übergibt Erbstücke aus dem Nachlass seiner Mutter Else an Stadtarchiv und Heimatmuseum

Der Nachlass von Else Würgau-Rutsch ist nicht nur das Zeugnis einer ländlichen Idylle, er erzählt auch von Kriegsschrecken und einem Familiendrama um Liebe und Tod. Gestern hat ihr Sohn, Dr. Rainer Würgau, die Erbstücke dem Mühlacker Stadtarchiv und Heimatmuseum geschenkt.

Ein Zinnteller von 1837 mit Familien-Gravur, die Leder-Geldkatze eines reichen Mannes, Aussteuer in Leinen und ein Buch über eine Kindheit in Enzberg und Hohenklingen während des Ersten Weltkrieges – vier Kartons voller Geschichte hat Dr. Rainer Würgau (2. v. re.) dem Mühlacker Stadtarchiv und Heimatmuseum aus dem Nachlass seiner Mutter Else geschenkt. Stadtarchivarin Marlies Lippik (li.) freut sich über die neuen Artefakte. Friedrich Sinigalia (2. v. li.) kann die Familiengeschichte bezeugen. Sabine Braun (re.) wohnt heute auf dem ehemaligen Hof in Enzberg. Foto: Hansen

Ein Zinnteller von 1837 mit Familien-Gravur, die Leder-Geldkatze eines reichen Mannes, Aussteuer in Leinen und ein Buch über eine Kindheit in Enzberg und Hohenklingen während des Ersten Weltkrieges – vier Kartons voller Geschichte hat Dr. Rainer Würgau (2. v. re.) dem Mühlacker Stadtarchiv und Heimatmuseum aus dem Nachlass seiner Mutter Else geschenkt. Stadtarchivarin Marlies Lippik (li.) freut sich über die neuen Artefakte. Friedrich Sinigalia (2. v. li.) kann die Familiengeschichte bezeugen. Sabine Braun (re.) wohnt heute auf dem ehemaligen Hof in Enzberg. Foto: Hansen

Mühlacker. Über 80 Jahre alt ist Else Würgau, Jahrgang 1907, als sie beginnt, ihre Memoiren zu schreiben. In den Mittelpunkt stellt sie ihre Großmutter, Pauline Kopp geborene Bonnet aus Ölbronn. Eine Frau, die immer wieder vom Schicksal gebeutelt wird. Ihr Ehemann, der Bauer und Metzger Karl August Kopp, mit dem sie einen Hof in Enzberg bewirtschaftet, stirbt schon im Januar 1900 an einer unbekannten Krankheit. Ihr Sohn Friedrich meldet sich freiwillig, im letzten Monat des Ersten Weltkrieges stirbt er – keine 18 Jahre – alt in Flandern. Seine Briefe von der Front bringen die Schrecken des Krieges nach Enzberg und finden sich zusammen mit Uniformabzeichen und Orden als Originaldokumente im Nachlass.

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