Mehrheit will zusätzliche Stelle

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Kulturarbeit soll in der Region Nordschwarzwald auf professionelle Füße gestellt werden

Die politische Region Nordschwarzwald soll in der Öffentlichkeit künftig verstärkt als Kulturregion wahrgenommen werden. Die Idee von CDU und SPD wird mehrheitlich positiv aufgenommen.

Enzkreis. Die große Mehrheit im regionalen Planungsausschuss des Regionalverbands stand der von den Fraktionen von CDU und SPD gemeinsam angestoßenen Idee aufgeschlossen gegenüber. In zwei Wochen steht das Thema in der Vollversammlung des Planungsverbands formell zur Abstimmung. Denn was da auf den Weg gebracht werden soll, ist mit Kosten verbunden, weil beim Verband eine hauptamtliche Stelle für die Koordination und Förderung der Kulturarbeit in der Region geschaffen werden soll. Einschließlich Sach- und Nebenkosten sollen die drei Landkreise Enz, Calw und Freudenstadt sowie die Stadt Pforzheim jährlich zusammen rund 100000 Euro zusätzlich an den Verband überweisen – also rund zehn Prozent mehr als die aktuelle eine Million. Mit Skepsis begegnete der Vorsitzende der Freien Wähler, der Wildberger Bürgermeister Ulrich Bünger, diesem Vorhaben. Weder sei die Zahlungsbereitschaft der Geldgeber abgefragt, noch die Aufgabenstellung dieser neuen beim Verband angesiedelten Institution definiert. Als kompromisslose Gegner eines „Kulturmanagers“ gaben sich die Grünen zu erkennen: Joachim Wildenmann stellte die Frage in den Raum, ob die Kulturveranstalter und -treibenden die angestrebte Vernetzung überhaupt wollten, „wir sind dagegen, einem intakten kulturellen Leben etwas überstülpen zu wollen“. Sein Fraktionskollege Walter Trefz schlug dazu vor, das im Raum stehende Geld unter den Veranstaltern und Initiativen zu verteilen. Bei seiner negativen Argumentation hatte Wildenmann indes eine Aussage übersehen, die Stellungnahme des Pforzheimer Kulturrats von vor vier Wochen, in der der stellvertretende Vorsitzende Raphael Mürle (Figurentheater) auf die seit rund 15 Jahren bestehende Initiative „Erlebniswelt Kultur“ mit 14 Partnern verweist und dann folgert, wie wichtig es wäre, in einem weiteren Schritt die Vermarktung und Vernetzung weiter zu professionalisieren: „Was derzeit teils im Ehrenamt geleistet wird, sollte nun unbedingt auf eine solide Basis gestellt werden“, schreibt Mürle und unterstreicht, dass der Regionalverband genau die richtige Institution für dieses „Regionalmarketing Kultur“ sei.

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