Medikamente für Strahlenopfer
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Wiernsheim. Im vorigen Jahr lag das Unglück in Tschernobyl 25 Jahre zurück. Dies, so Diakon Thomas Knodel, Bildungsreferent und Geschäftsführer des Evangelischen Bildungswerks Mühlacker, sei der Anlass gewesen, Heinz Kunz als Referenten einzuladen. Gestern war es so weit: Der in Bietigheim wohnende 80-jährige Diplom-Ingenieur und ehemalige Mitarbeiter von Daimler-Benz informierte bei einem „Offenen Nachmittag“ im evangelischen Gemeindehaus von Wiernsheim über medizinische Hilfsaktionen für Tschernobyl-Geschädigte in Weißrussland.
Mutter mit Kind im Krankenhaus von Gomel in Weißrussland.
Die Katastrophe trug sich am 26. April 1986 zu. „Einer von vier Reaktoren explodierte“, so Heinz Kunz im Gespräch mit unserer Zeitung. „Das war, abgesehen von Krieg und Naturereignissen, die größte Katastrophe in der Technikgeschichte der Menschheit. Eine halbe Million Menschen rund um Tschernobyl musste evakuiert werden.“ Doch nicht nur der unmittelbare Bereich Tschernobyl in der Ukraine war betroffen. Der Wind trug radioaktive Partikel Hunderte von Kilometern weit – unter anderem nach Bayern, wo Pilze heute noch hoch mit Radioaktivität angereichert seien, wie Heinz Kunz sagt. Besonders stark von den Auswirkungen betroffen sei das benachbarte Weißrussland, das „rund 75 Prozent der freigesetzten Radioaktivität“ abbekommen habe, so Kunz.
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