Maulbronn will mit Mühlacker kooperieren
Archiv
Stiefkind Ostumfahrung wird wieder mehr beachtet
Maulbronn (md). Die SPD-Fraktion des Maulbronner Gemeinderats hat bei den Haushaltsberatungen gefordert, die Heilbronner, die Frankfurter und die Stuttgarter Straße für Lkw über 7,5 Tonnen zu sperren. Dieser Vorstoß klingt in den Ohren lärmgeplagter Bürger sicher nicht schlecht, ist jedoch eher theoretischer Natur. Die Stadt hat keine Entscheidungsgewalt, zuständig ist das Landratsamt Enzkreis. Darauf machte auch Bürgermeister Andreas Felchle im Gemeinderat aufmerksam. Außerdem sagte er: „Ich halte das für unrealistisch. Und das ist auch ziemlich unsolidarisch, meine Herren von der Sozialdemokratischen Partei.“ Der Rathauschef will keine Kirchturmpolitik, die dazu führt, dass der Nachbar Lienzingen verstärkt unter Lastwagenverkehr leidet. Vielmehr wolle er sich bezüglich einer Entlastung der Heilbronner Straße mit dem Nachbar abstimmen. Der Schulterschluss mit dem Mühlacker Oberbürgermeister ist in dieser Sache anscheinend schon erfolgt, wie Felchle durchblicken ließ. Zunächst geht es um ein gemeinsames Verkehrsgutachten, was die Verkehrsströme analysiert. Darauf aufbauend kann dann das Potenzial einer Ostumfahrung bei Maulbronn, die auch Lienzingen entlasten würde, abgeschätzt werden. So wird die besonders von der Bürgerlichen Wählervereinigung des Maulbronner Gemeinderats geforderte Trasse plötzlich wieder aktuell. Jahrelang hatte die BWV-Fraktion zuvor vergeblich versucht, ihr Herzensanliegen auf die Agenda zu setzen. Doch jetzt scheint Bewegung in die Sache zu kommen. Ein weiteres Ergebnis brachte die Diskussion über den Verkehr in der Stadt: Die Verwaltung greift die SPD-Forderung nach einem Tempolimit auf der Ortsdurchfahrt und der Heilbronner Straße auf und will damit auf das Landratsamt zugehen.
Wir freuen uns, dass Sie sich für
einen Artikel interessieren.
Jetzt registrieren und weiterlesen.
- ➔ Alle Webseiteninhalte
-
➔ Inklusive aller
Artikel
- ➔ Jederzeit kündbar
Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen