Maulbronn erhöht Zuschuss zu Klosterkonzerten

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Stärkere Unterstützung des Festivals geht zulasten des Freilichttheaters – Stadträte erteilen „Klassik am See“ eine Absage

Während bei den Klosterkonzerten harmonische Klänge dominieren, war die Ratsdebatte um einen höheren Zuschuss für das renommierte Festival von Misstönen geprägt. Am Ende fand das Gremium einen Kompromiss, der eine Zäsur beim Freilichttheater markiert.

„Einige Etappen sind erreicht, wir sind aber noch nicht am Ziel“, kommentiert der künstlerische Leiter der Klosterkonzerte, Jürgen Budday, den Beschluss für einen höheren Zuschuss der Stadt Maulbronn zur Klassikreihe gegenüber unserer Zeitung. Mit Blick auf die Gemeinderatsdebatte, die offenbarte, dass die Stadträte Aufklärungsbedarf hinsichtlich der Finanzstruktur des Festivals hatten, sieht Budday seinerseits keine Versäumnisse. „Ich habe seit 2006 darauf hingewiesen, was Sache ist.“ Wenn, dann hätte die Seminarstiftung den Rat informieren müssen.

„Einige Etappen sind erreicht, wir sind aber noch nicht am Ziel“, kommentiert der künstlerische Leiter der Klosterkonzerte, Jürgen Budday, den Beschluss für einen höheren Zuschuss der Stadt Maulbronn zur Klassikreihe gegenüber unserer Zeitung. Mit Blick auf die Gemeinderatsdebatte, die offenbarte, dass die Stadträte Aufklärungsbedarf hinsichtlich der Finanzstruktur des Festivals hatten, sieht Budday seinerseits keine Versäumnisse. „Ich habe seit 2006 darauf hingewiesen, was Sache ist.“ Wenn, dann hätte die Seminarstiftung den Rat informieren müssen. Foto: p

Maulbronn. Dass eine Erhöhung des städtischen Zuschusses von derzeit rund 28000 auf 53000 Euro jährlich für einen kleinen Ort wie Maulbronn nicht von Pappe ist, war Bürgermeister Andreas Felchle bewusst. Deshalb hatte er vor Beginn der Diskussion im Rat am Mittwoch vorgeschlagen, in Sachen Kultur künftig an anderer Stelle zu sparen. Ihm seien die Klosterkonzerte wichtiger als das Freilichttheater. Er schlug deshalb vor, anstelle des Schauspiels unter freiem Himmel eine Kindertheaterwoche in der Stadthalle anzubieten. „Allein der Wegfall der Tribüne spart rund 9000 Euro.“ Doch die Brücke, die der Bürgermeister baute, wurde von den Stadträten nicht gleich angenommen. Zu hoch erschien den meisten Bürgervertretern der Betrag, den die Verantwortlichen für die Klosterkonzerte ab dem Jahr 2014 veranschlagt hatten. Auch die Prophezeiung Felchles, dass die Klosterkonzerte „beerdigt“ seien, wenn der Rat die Zustimmung zu einem höheren Zuschuss verweigere, schreckte die Fraktionen nicht, im Detail kritisch nachzufragen.

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