Maskierter Räuber schlägt mit der Pistole zu
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Diebe stehlen Schmuck und Edelsteine aus Firma – Angeklagter beteuert, er sei bei dem Überfall lediglich Fahrer gewesen
Pforzheim (weg). „Was ist denn hier los?“, brüllte der kaufmännische Mitarbeiter der Firma Dettinger am 30. August kurz nach 12.30 Uhr. Er war mit zwei Schmuckkoffern in die Firma gekommen, fand die Tür offen und im Flur ein heilloses Durcheinander vor. Im nächsten Augenblick wurde er von einem Maskierten zu Boden gerissen, bekam so brutal etwas in den Mund gestopft, dass er einen Riss im Zungenbein erlitt. Der Maskierte saß einige Minuten auf ihm, dann schlug er ihm den Griff seiner Pistole über den Hinterkopf. „In der Firma war es totenstill“, schilderte der Zeuge die Szenerie vor der Auswärtigen Großen Strafkammer unter dem Vorsitzenden Richter Hermann Meyer. Seine sieben Kollegen fand er etwas später in der Damentoilette, alle mit auf den Rücken gefesselten Händen.
Das damalige Geschehen wirkte noch immer so stark nach, dass eine Mitarbeiterin bei ihrer Zeugenaussage wiederholt in Tränen ausbrach. „Es passiert nix“, hatte ihr einer der Maskierten mehrmals versichert, ihr aber ständig die Pistole an den Kopf gehalten. In wilder Hast stopften die Männer Schmuck, Edelsteine und Edelmetalle in Kartons und Säcke. Vor der Tür verluden zwei Männer die Beute in einem Wagen des Paketdienstes der Post, zwei weitere brachten Säcke und Kartons durch den Hinterausgang der Firma, wie eine Zeugin gesehen hatte. Ihr waren die Männer durch ihre Hektik aufgefallen. Vier Männer, mindestens aber drei, wollten auch die Mitarbeiter der beraubten Firma gesehen haben.
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