Masern werden zum Problemfall

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Impfrate im Enzkreis zu niedrig – Säuglinge sind besonders gefährdet

Pforzheim/Enzkreis (pm). 91,9 Prozent der Kinder im Enzkreis sind bei der Einschulung gegen Masern geimpft. Aber nur einmal. Deutlich weniger, nämlich nur 80,8 Prozent, haben mit zwei Impfungen gegen Masern, Mumps und Röteln einen vollständigen Schutz gegen diese Krankheiten. Oder andersherum ausgedrückt: Etwa jedes fünfte Schulkind kann sich selbst – und damit auch andere – anstecken. Bei dem Thema Masernimpfung ist der Enzkreis nach Angaben der Krankenkasse IKK classic Schlusslicht in Baden-Württemberg. In der Stadt Pforzheim selbst sieht die Lage etwas besser aus: Hier haben 95,9 Prozent der Schulanfänger eine und 89,3 Prozent beide Masernimpfungen – für einen ausreichenden Schutz ist aber auch das noch zu wenig. Seit Beginn des Jahres wurden im Stadt- und Landkreis acht Masernerkrankungen gemeldet. In Baden-Württemberg waren es 123 – gegenüber einigen wenigen Fällen im Jahr 2014.

„Die aktuelle Entwicklung bei Masern sollte jeden dazu motivieren, seinen Impfstatus prüfen zu lassen und Impflücken zu schließen“, sagt Maritta Goll, Regionalgeschäftsführerin der IKK classic in der Region Nordschwarzwald. „Dabei geht es nicht nur um den persönlichen Schutz, sondern auch um den der Gemeinschaft.“

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