Martyrium des Opfers gefilmt
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Im Prozess gegen fünf Angeklagte werden Details der Tat im Video gezeigt
Pforzheim. „Das bin ich nicht, das bin nicht ich!“ Einigermaßen entsetzt reagierte der 37 Jahre alte Angeklagte, als er das Video sah, das am Montag in der Verhandlung wegen schweren Raubes, Menschenraubes und gefährlicher Körperverletzung im Gerichtssaal gezeigt wurde. Darauf war ein blutüberströmter Mann zu sehen, den drei andere mit Fäusten, Füßen und einer schweren Eisenkette malträtiert und in eine Fensterscheibe getreten hatten (unsere Zeitung hat berichtet). Das war aber nicht genug. Angefeuert von der 30-jährigen Ex-Freundin des Opfers, wurde dem Mann von dem Trio die Hose geöffnet und sich dort an ihm zu schaffen gemacht. „Bitte nicht!“, flehte er. Die widerlichen Details zu schildern, verbietet sich. Die filmende „Freundin“ lachte dabei herzlich. Sie achtete sehr darauf, dass die Gesichter der Täter nicht zu sehen waren.
Kurz die Vorgeschichte: Die 30-Jährige hatte ihrem Ex-Freund, dem Opfer, geschrieben, sie wolle ihm einen Teil ihrer Schulden zurückzahlen, er solle in ihre Wohnung kommen. Kaum war er dort, stürzten sich die Männer auf ihn, prügelten eine Stunde lang auf ihn ein. Dann musste er, mit einer Luftdruckpistole am Kopf, Schuldscheine unterschreiben; 9000 schulde er der „Ex“, für den Schaden an der Scheibe werde er aufkommen. Außerdem musste er auf der Bank 1000 Euro abheben und an seine Peiniger übergeben. Man werde ihn umbringen, falls er zur Polizei gehe, wurde ihm angedroht.
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