Markantes Insekt macht sich breit

Archiv

Immer mehr Menschen im Raum Mühlacker stoßen in ihrem Garten auf eine „Gottesanbeterin“.

Enzkreis. Auf dem Vormarsch ist sie schon lange. In der klimatisch begünstigten Rhein-Ebene wurde schon vor gut 20 Jahren erstmals eine „Gottesanbeterin“ beobachtet, und im Enzkreis hat sie der Landschaftsökologe und Heuschrecken-Fachmann Peter Zimmermann bei einer wissenschaftlichen Untersuchung im westlichen Enzkreis vor gut fünf Jahren in Remchingen, in Ersingen und in Kämpfelbach erstmals entdeckt. Seit mindestens zwei oder drei Jahren ist das skurrile Insekt nun auch im Heckengäu und rund um Mühlacker zu Hause.

Markantes Insekt macht sich breit

Die „gefalteten“ Fangarme haben der „Gottesanbeterin“ zum Namen verholfen. Foto: Lechner

„Ich wurde in den vergangenen Tagen und Wochen bestimmt schon 20-mal von Leuten aus Mühlacker und Umgebung angerufen, die eine Gottesanbeterin gefunden hatten“, berichtet der in Mühlacker wohnende Biologe Thomas Köberle. In Garagen, an Hauswänden oder sogar in der Wohnung hätten Einwohner der Stadt das auffällige Großinsekt schon bemerkt. Viele Finder haben sich dann wohl gefragt: Woher kommen diese Tiere nur? Die wärmeliebende „Europäische Gottesanbeterin“ stammt ursprünglich aus dem Süden Europas, lebt aber auch schon seit längerer Zeit am Kaiserstuhl und hat sich von dort mit der Klimaerwärmung in großen Teilen Baden-Württembergs ausgebreitet. Aber nicht nur hier, auch in den benachbarten Bundesländern ist das 2017 zum Insekt des Jahres gewählte Tier auf dem Vormarsch.

Wir freuen uns, dass Sie sich für einen logo Artikel interessieren. Jetzt registrieren und weiterlesen.

  • Alle Webseiteninhalte
  • Inklusive aller logo Artikel
  • Jederzeit kündbar

Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen

Artikel empfehlen