Maja und Co. sind schon eingezogen

Archiv

Naturfreunde stellen ein Hotel für Wildbienen und Insekten her

Knittlingen-Freudenstein. Mit einer kleinen Feier, an der auch Waltraut Piechatzek, die Ortsvorsteherin von Freudenstein-Hohenklingen, sowie Frank Hemsing vom Umweltamt beim Landratsamt Enzkreis teilnahmen, wurde am Hollerstein das von Naturfreunden in Eigenarbeit gefertigte Bienenhotel offiziell seiner Bestimmung übergeben. Initiator und Stadtrat Hans Krauß aus Hohenklingen hatte schon seit längerer Zeit die Idee, am Freudensteiner Hausberg unweit der von ihm initiierten Schutzhütte für Spaziergänger und Wanderer auch etwas für Wildbienen und Insekten zu tun. Von dem zu seinem runden Geburtstag für die Schutzhütte gespendeten Geld sei überdies noch etwas übrig gewesen, so dass dem Vorhaben nichts mehr im Wege stand.

Hans Krauß (li.) und Hans Knoth (2.v.li.) haben ein Bienenhotel gebaut, das jetzt eingeweiht worden ist. Die Freudensteiner Ortsvorsteherin Waltraud Piechatzek und Frank Hemsing vom Landratsamt Enzkreis loben das Engagement der Naturfreunde. Die tierischen Gäste sind auch zufrieden: Sie sind schon eingezogen.Foto: Haller

Hans Krauß (li.) und Hans Knoth (2.v.li.) haben ein Bienenhotel gebaut, das jetzt eingeweiht worden ist. Die Freudensteiner Ortsvorsteherin Waltraud Piechatzek und Frank Hemsing vom Landratsamt Enzkreis loben das Engagement der Naturfreunde. Die tierischen Gäste sind auch zufrieden: Sie sind schon eingezogen.Foto: Haller

In Hans Knoth aus Knittlingen und seinem Schwager Herbert Schmitzer fand er nicht nur ideelle, sondern auch tatkräftige Unterstützer. Rund zwei Wochen lang werkelten sie an dem rund einen mal 1,20 Meter großen Gebilde. „Wir haben dabei ausschließlich natürliche Materialien verwendet“, so Hans Krauß. Neben Holz waren es Ziegelsteine, Lehm und Schilf sowie rund hundert Jahre alte Ziegel, die von einem Knittlinger Dachdecker gespendet worden waren. Vor einigen Tagen war es nun so weit, dass das recht feudal geratene Hotel in einem stabilen Fundament aufgestellt werden konnte. Bei der Übergabe überzeugten sich alle Beteiligten davon, dass die Bewohner ihr Domizil in den wenigen Tagen seit der Aufstellung schon kräftig in Beschlag genommen hatten. Vor den Schlupflöchern summte und brummte es nur so. Die verschiedenen Arten der Wildbienen, so Frank Hemsing, würden hier ihre Eier ablegen und die Löcher dann mit feuchtem Erdmaterial verschließen. Derlei Ersatzlebensräume seien für das ökologische Gleichgewicht sehr wichtig, denn die Wildbienen leisteten einen großen Beitrag zur Bestäubung der umgebenden Pflanzen. Und derlei gebe es in den Weinbergen zur Genüge. Vor wenigen Tagen noch, so Hans Krauß, hätten hier Kuckucksblume, Pfirsich- und Mandelbäume geblüht.

Wir freuen uns, dass Sie sich für einen logo Artikel interessieren. Jetzt registrieren und weiterlesen.

  • Alle Webseiteninhalte
  • Inklusive aller logo Artikel
  • Jederzeit kündbar

Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen

Artikel empfehlen