Mahle will in Mühlacker 199 Jobs weniger
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Der Konzern hat seine Sparpläne konkretisiert und will in Mühlacker und Vaihingen über 200 Stellen streichen. Der Betriebsrat möchte mit der Geschäftsführung unter anderem über eine Arbeitszeitabsenkung mit Lohnausgleich sprechen, um Arbeitsplätze zu sichern.
Mühlacker/Vaihingen. Nach der Ankündigung des Mahle-Konzerns, in Deutschland rund 2000 der insgesamt etwa 12000 Jobs einsparen zu wollen, hat das Unternehmen am gestrigen Donnerstag Zahlen zum Sparpaket auf den Tisch gelegt. Zeitnah soll es nun in die Gespräche mit den jeweils zuständigen Arbeitnehmervertretern vor Ort gehen, um die Einzelheiten zu beraten, wie es in einer Pressemitteilung des Konzerns heißt. Ziel sei eine „möglichst sozialverträgliche Umsetzung der Maßnahmen“.
An den Standorten in Mühlacker und Vaihingen sollen insgesamt 210 Arbeitsplätze abgebaut werden, wie Mahle-Pressesprecherin Manuela Höhne auf Nachfrage erklärt. Die Betriebsratsvorsitzende Nektaria Christidou, die für die Werke zuständig ist, nennt im Gespräch mit unserer Zeitung eine geringfügig abweichende Zahl. Nach ihrer Information sollen 211 Jobs gestrichen werden – „199 in Mühlacker und zwölf in Vaihingen“. Am Standort in Mühlacker sind 1200 Mitarbeiter beschäftigt, in Vaihingen 300. Die Geschäftsleitung habe das Zustandekommen der Zahlen nicht erklärt, kritisiert Christidou. „Für Vaihingen können wir die Zahl überhaupt nicht nachvollziehen, dort gibt es keine Kurzarbeit mehr.“ Auch in Mühlacker werde dieses Instrument nur noch in einzelnen Abteilungen eingesetzt – „mit abnehmender Tendenz“. In der Fertigung werde auch dort wieder normal gearbeitet. In einigen Bereichen werde in beiden Werken sogar Mehrarbeit geleistet.
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