MWK: Partner werden ungeduldig
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Gutachten zu Altlasten in der Maulbronner Industriebrache lässt länger auf sich warten als gedacht
Maulbronn. Vom Wunschtraum zur Wirklichkeit ist es manchmal ein langer, steiniger Prozess. Und ob die Visionen für Maulbronns riesige Industriebrache im Herzen der Stadt jemals wahr werden, daran hegen aufmerksame Beobachter langsam Zweifel. Auf der Fläche bewegt sich nichts, und auch das Gutachten, das den nötigen Umfang einer Sanierung des mit Schadstoffen verseuchten Bodens zum Gegenstand hat, lässt länger auf sich warten als gedacht. Das Papier ist für den potenziellen Investor von großer Bedeutung, weil daraus hervorgeht, wie viel Geld er für eine Entsorgung der Altlasten in die Hand nehmen muss. „So langsam zieht sich’s, wir sind davon ausgegangen, dass wir schneller Ergebnisse bekommen“, sagt Dieter Rein, Bauamtsleiter der Stadt Maulbronn. Die Verwaltung ist ein wichtiger Partner des Insolvenzverwalters Dr. Philipp Grub aus Stuttgart, der das ehemalige Gießereigelände an einen Investor verkaufen will. Die Verantwortlichen der Verwaltung hätten von Grub schon eine Weile nichts mehr gehört. Woran es in Sachen MWK hakt, weiß im Maulbronner Rathaus folglich niemand. Die Stadt hat ihre Hausaufgaben jedenfalls gemacht und ist mit einem eigenen Gutachten zur Freilegung der Salzach, die auf dem Gelände momentan weitestgehend unterirdisch verläuft, in Vorleistung gegangen. „Es ging darum, zu klären, was für einen Platz die Salzach im Falle einer Freilegung benötigt“, erklärt Rein. Für die Untersuchung hat die Stadt etwas über 10000 Euro in die Hand genommen. Die Ergebnisse des Gutachtens sollen später in das planerische Gesamtkonzept zur Gestaltung des MWK-Areals einfließen, vorausgesetzt, es geht in der Sache endlich voran. Die Stadt ist mit ihrem Gutachten nicht ohne Grund vorgeprescht. Rein dazu: „Wir wollen vorankommen, und wir wollen diesbezüglich etwas beisteuern.“
Derzeit kaum vorstellbar: Auf einem ehemaligen Gießereigelände im Herzen der Stadt Maulbronns soll ein modernes Wohn- und Gewerbequartier entstehen. Foto: Disselhoff
Beim Gutachten fehlten zuletzt ein paar Details
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