Luthers Mann im Süden

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Vor 450 Jahren starb Johannes Brenz, der die Geschichte Maulbronns entscheidend beeinflusste.

Maulbronn (pm). Am 11. September 1570, genau vor 450 Jahren, starb der Reformator Johannes Brenz. Der Ratgeber von Herzog Christoph war eine der einflussreichsten Gestalten der württembergischen Geschichte. Im Kloster Maulbronn und in den anderen aufgelösten Männerklöstern im Herzogtum richtete er die Klosterschulen ein – und in Maulbronn besteht diese Tradition bis heute fort. Man könnte sogar sagen: Dass Johannes Brenz im Jahr 1556 Maulbronn zur Klosterschule machte, sorgte für eine kontinuierliche Nutzung der mittelalterlichen Gebäude und damit für ihre Erhaltung bis heute.

Johannes Brenz war eine der wichtigsten Personen in der württembergischen Historie. Am 24. Juni 1499 wurde er als Sohn des Beamten Martin Hess, Prentz genannt, in Weil der Stadt geboren. Mit 15 Jahren begann er ein Studium an der Universität Heidelberg. Im April 1518, ein Jahr nach dem „Thesenanschlag“ und dem Beginn der Reformation, lernte Brenz den damals schon berühmten Reformator Martin Luther in Heidelberg kennen. Er fing Feuer für die neuen Lehren. Die revolutionären Ideen des Wittenberger Professors sollten sein weiteres Leben, Denken und Handeln prägen – so sehr, dass Brenz als „Luthers Mann in Süddeutschland“ gilt.

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