Lob und Kritik für den Mindestlohn
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Enzkreis (pm). Nach 100 Tagen mit dem gesetzlichen Mindestlohn haben die SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast und der FDP-Abgeordnete und Fraktionschef im Landtag, Dr. Hans-Ulrich Rülke, eine denkbar unterschiedliche Zwischenbilanz gezogen. Während Mast die Einführung des Mindestlohns, der für mehr Gerechtigkeit sorge, als „arbeitsmarktpolitischen Fortschritt“ pries, stellte Rülke mit Blick auf die Kritik des Hotel- und Gaststättenverbands fest: „Die Kombination von wirklichkeitsfernem Arbeitszeitgesetz und den Regelungen des Mindestlohns erweist sich als fatale Mischung. Das Mindestlohngesetz besteht den Alltagstest nicht.“
Mast hält dagegen: Der gesetzliche Mindestlohn habe, anders als von seinen Kritikern erwartet, bislang keine Arbeitsplätze gekostet – im Gegenteil: „Es gibt keine Jobverluste, es werden auch weiterhin im Niedriglohnbereich Arbeitskräfte gesucht.“ Im Bezirk der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim lasse sich eine negative Wirkung des Mindestlohns auf die Arbeitskräftenachfrage nicht feststellen.
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