Lienzinger Straße: CDU pocht auf Sofortmaßnahmen
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Tempo 30 soll Anwohner entlasten – Kanaldeckel sofort ausbessern
Mühlacker (pm). Nach einem Vor-Ort-Termin an der Lienzinger Straße (wir berichteten) beantragt die CDU-Fraktion im Gemeinderat mehrere Sofortmaßnahmen, um die Anwohner zu entlasten. Die Stadtverwaltung soll unter anderem darauf hinwirken, dass auf der Lienzinger Straße künftig Tempo 30 gilt. Außerdem soll die Ampelanlage an der Einmündung Eckenweiher/Bannholz durchgängig eingeschaltet bleiben. Zu tief sitzende Kanaldeckel sollen umgehend dem Straßenniveau angepasst werden. Darüber hinaus soll die Verwaltung darstellen, wie hoch die Haushaltsreste für einen neuen Fahrbahnbelag sind, und im Rahmen der Beratungen zum Lärmaktionsplan eine Lärmmessung und eine Verkehrszählung vornehmen. Ferner beantragt die CDU, „nach Beendigung der B10-Umleitung Maßnahmen zu ergreifen, die geeignet sind, der Lienzinger Straße den Charakter einer innerstädtischen Verkehrsverbindung zu verschaffen, nachdem sie vor Jahren vom Status der Landesstraße zur innerstädtischen Straße herabgestuft wurde“. Wenn die Umleitung nach Anordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe gegen den Willen der Stadtverwaltung für den B10-Verkehr schon über die Lienzinger Straße führe, müsse die Stadt die Einhaltung des Tempolimits ständig kontrollieren und unter anderem beim Enzkreis den neuen teilstationären Blitzer anfordern. Zu guter Letzt soll der Gemeinderat seinen Willen erklären, baldmöglichst einen neuen Fahrbahnbelag aufbringen zu lassen.
Zur Begründung für das Antragspaket stellt die CDU fest: „Der Frust bei den Anliegern sitzt tief.“ Ihre Beschwerden bei dem Vor-Ort-Termin: nicht auszuhaltender Lärm, besonders auch in den Nachtstunden, wegen unebener Fahrbahn und durchdonnernder Lastkraftwagen. „Das geht auf Kosten der Gesundheit der Menschen“, habe Reinhard Scholz erklärt, der sich zum Fürsprecher seiner Mit-Leidensgenossen gemacht habe. Es sei der Dauerschallpegel, der die Menschen krankmache. Nicht einmal nachts trete Ruhe ein, gegen 21.45 Uhr gehe es – auch durch den Schichtwechsel bei Mahle – verstärkt los, hinzu kämen Schwerlaster, nachts um vier würden schon wieder Autotransporter über die unebene Fahrbahn donnern. Durch die Spurrinnen in der Straße würden Geräuschwellen ausgelöst, die auch vor Gebäudemauern nicht haltmachten. Eine andere Anwohnerin beklagte, die Lienzinger Straße sei belastet wie eine Bundesstraße, vor allem die Lastwagen hielten sich nicht an das vorgeschriebene Tempolimit, die Kontrollen durch die Stadt fänden kaum statt. Unter dem Strich stellt die CDU fest: „Hier herrscht akuter Handlungsbedarf.“
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