Lienzingen steuert Datenautobahn an
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Mühlacker. Das Versorgungsunternehmen kooperiert dabei mit dem Dienste-Anbieter NeckarCom, der Vertragspartner für die Kunden sein wird. Internet-Nutzer in Enzberg und Mühlhausen sollen in der Folge in den Genuss des Hochgeschwindigkeits-Surfens kommen, kündigt Stadtwerke-Prokurist Matthias Bosch an. Aus „technischen Gründen“ macht Lienzingen den Anfang, „einfach, weil hier noch im Zusammenhang mit der Übernahme der Stromversorgung Leitungssanierungen und damit Grabarbeiten stattfinden, und so bietet es sich geradezu an, gleich Glasfaserkabel mitzuverlegen“.
In solchen Verteilkästen kommt die neue Glasfaser-Breitbandtechnologie in den Wohn- und Gewerbegebieten an, während der Datentransport auf den letzten Metern zum jeweiligen Kunden übers herkömmliche Kupferkabel der Telekom erfolgt. Auf die neue Lichtwellentechnik sind die Stadtwerke im Mühlhäuser Neubaugebiet bereits vorbereitet, wie Mathias Bosch (rechts) und Uwe Weber demonstrieren.
Der Anschluss ans überregionale Breitbandnetz erfolgt beim Umspannwerk der Energie Baden-Württemberg in Enzberg, deren Überlandleitungen mit einem Glasfaser-Datenkabel ausgerüstet sind. Von Enzberg bis zum Lienzinger Ortseingang liege das Verbindungskabel bereits – Grabarbeiten waren hier nicht erforderlich, vielmehr hatten die Stadtwerke schon vor Jahren im Zusammenhang mit anderen Leitungsverlegearbeiten Leerrohre in den Boden eingebracht, in die nunmehr das Lichtwellenkabel eingezogen wurde.Stadtwerke Mühlacker investieren insgesamt 1,3 Millionen EuroIn Lienzingen wird nun in den nächsten Wochen und Monaten die innerörtliche Infrastruktur geschaffen. Das bedeutet, so der Elektromeister und Gruppenleiter Stromversorgung bei den Stadtwerken, Uwe Weber, dass sieben so genannte Kabelverzweiger (DSLAM), vergleichbar mit konventionellen Telefon-Verteilerkästen, installiert und ans Glasfasernetz angeschlossen werden. Von hier aus erfolgt die Vermittlung der für den jeweiligen neuen NeckarCom-Kunden bestimmten Internet-Daten und auch Telefon-Signale. Dies dann allerdings über die bestehende Kupferleitung vom Kunden, die vom alten (Telekom-) zum neuen DSLAM-Verteilerkasten lediglich umgesteckt wird.
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