Letzte Saison der schnellen Brüder?
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Von Maik Disselhoff
Technische Probleme machen Dominik Vincon auf dem Sachsenring zu schaffen.
Knittlingen. Professioneller Motorrad-Rennsport ist eine Materialschlacht, und genau aus diesem Grund haben die Knittlinger Dominik und Patrick Vincon in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) Supersport schlechte Karten. Egal wie talentiert die Rennfahrer sind, ganz vorne können sie im Feld der 600-ccm-Maschinen aufgrund ihres Budgets nicht mitmischen. Jetzt droht dem schnellen Duo das endgültige Aus. „Nächstes Jahr werden Patrick und Dominik vermutlich keine Rennen mehr fahren“, sagt Mutter Sonja Vincon. Die Leidenschaft Motorradsport geht nur dann weiter, wenn sich ein potenter Sponsor findet, der die Kosten übernimmt. In der aktuellen Saison finanzierte die Familie den Sport mithilfe einiger Sponsoren, doch die Belastung ist einfach zu groß. „Wir haben schon zu viel Eigenkapital reingesteckt, das Ende der Fahnenstange ist erreicht“, macht Sonja Vincon klar. Schon jetzt läuft im Rennstall der Vincons alles auf Sparflamme. Während für andere Teams Probefahrten vor den Rennen kein Thema sind, müssen sich die Brüder aus der Fauststadt solche Extra-Touren verkneifen. Um in der nächsten Saison, die im April des kommenden Jahres beginnt, eingreifen zu können, brauchen die Knittlinger schnell Geld. Ihre beiden Motorräder sind längst abgewirtschaftet, zwei neue Maschinen müssen her. „Die kosten zusammen rund 40000 Euro. Wenn man ganz vorne mitmischen will, kostet bereits ein Motorrad 50000 Euro.“ Allein dies verdeutlicht, wie groß die Leistung ist, die die Brüder im Rahmen der Rennserie bringen. Von rund 40 Fahrern liegt Dominik Vincon in der Gesamtwertung auf dem elften Platz, Bruder Patrick steht auf Platz 23.
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