Lesung beleuchtet ein bewegtes Leben

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Bretten (pm). In ihrer Reihe Café Europa in der Stadtbücherei in Bretten zeigt die Badische Landesbühne am kommenden Mittwoch, 21. Mai, um 19.30 Uhr eine szenische Lesung zur Dichterin Mascha Kaléko. Kaléko war eine der beliebtesten Dichterinnen der 20er Jahre, deren „Großstadtlyrik“ oft mit dem Werk Erich Kästners verglichen wird. Geboren wurde sie 1907 in Polen, in einem kleinen Ort in der Nähe von Auschwitz. Nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs floh die Familie nach Deutschland. Mascha Kalékos Leben war von der Heimatlosigkeit geprägt: Jahre später zwang der Nationalsozialismus sie zur Flucht in die USA, und noch später folgte sie ihrem Mann auf dessen Wunsch nach Israel. Davor allerdings wurde sie die einzige weibliche Autorin der „Neuen Sachlichkeit“, die in ironisch-melancholischem Tonfall über das Berliner Lebensgefühl schrieb. Im Ausland konnte sie an ihre vorherigen Erfolge jedoch nicht wieder anknüpfen. Die szenische Lesung mit dem Titel „Fremde sind wir nur im Heimatort“ unter der künstlerischen Leitung von Verena Hagedorn widmet sich Mascha Kalékos bewegtem Leben. Grundlage des Café Europas sind Gedichte und weitere Originaltexte von Mascha Kaléko. Karten gibt es bei der Tourist-Info Bretten, Telefon 07252/583710.

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