Lebensraum für Igel wird immer knapper

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Stacheliger Geselle ist das Gartentier des Jahres – Flächenfraß, Insektensterben und tot gepflegte Gärten bedrohen die Säugetiere

Enzkreis. Der Igel ist das Gartentier des Jahres 2020. Knapp 8000 Naturfreunde beteiligten sich an dieser seit zehn Jahren von der Heinz-Sielmann-Stiftung organisierten Wahl. Sechs Gartentiere standen zur Auswahl, und der Igel gewann die Wahl mit 31,75 Prozent der Stimmen klar vor der Gehörnten Mauerbiene und dem Gartenrotschwanz.

Lebensraum für Igel wird immer knapper

Beliebt und bedroht: Igeln macht nicht nur der Klimawandel schwer zu schaffen. Foto: Lechner

Die Zahl der stachelige Gartenbewohner nimmt seit Jahren stark ab. Ein Grund dafür kann jeder in seinem Wohngebiet beobachten. Kein anderes Wildtier liegt so häufig überfahren auf der Straße. Gerade in ruhigen Wohngebieten mit großen Gärten sind Autos wohl der größte Feind der beliebten Säugetiere. Ihr Schutzmechanismus, sich bei Gefahr einzurollen und einfach liegenzubleiben, wurde im Autozeitalter zu einem fatalen Irrweg. Aber es gibt auch andere Gründe für den Rückgang des Igels. Die vielen tot gepflegten Gärten beispielsweise, in denen es für Igel und für andere Tiere keinen Platz mehr gibt, der Insektenschwund, die häufig im Gartenbereich eingesetzten Pestizide sorgen dafür, dass der Insektenfresser seltener wird.

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