Lebensräume und bedrohte Arten schützen

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Naturparkführerin Marie-Luise Jaggy wirbt im Knittlinger Rat für einen Beitritt der Stadt zum Landschaftserhaltungsverband

Knittlingen/Enzkreis. „Da gibt es kostenlosen Rat, da wird einem nichts übergestülpt, das ist keine Behörde“: Die Knittlinger Naturparkführerin Marie-Luise Jaggy kommt, wenn es um den Landschaftserhaltungsverband Enzkreis geht, ins Schwärmen. Dass ihre Heimatstadt noch nicht beigetreten ist, stellte Marie-Luise Jaggy am Dienstagabend vor dem versammelten Gemeinderat fest und nutzte die Bürgerfragestunde, um Werbung für den jungen Verband zu machen. Dieser erteile den Mitgliedern kostenlos Auskünfte zu einem breiten Themenspektrum rund um Natur und Umwelt und helfe gegebenenfalls auch dabei, Zuschussquellen anzuzapfen. Der Beitrag von 100 Euro, den es monatlich zu entrichten gelte, sei gering. „Das könnten Sie den Bürgern gönnen. Gerade Maulbronn hat sehr positive Erfahrungen gemacht“, sagte sie in Richtung der Verwaltungsbank, auf der Bürgermeister Heinz-Peter Hopp krankheitsbedingt fehlte. Gern würde Geschäftsführer Thomas Köberle den Verband einmal im Gemeinderat vorstellen. „Wir werden das weitergeben“, sicherte Bürgermeister-Stellvertreter Martin Reinhardt zu.

Nicht nur Knittlingen, sondern auch Illingen, Ötisheim, Friolzheim, Birkenfeld und Neuenbürg sind noch nicht Mitglied im Landschaftserhaltungsverband, bedauert Thomas Köberle, der seit Mai 2015 Geschäftsführer des Verbands ist, der sich im Herbst 2014 gegründet hat. Finanziert wird der Verband, in dessen Geschäftsstelle neben Köberle noch zwei Halbtagskräfte arbeiten, im Wesentlichen durch das Land Baden-Württemberg. Der Verband will auf Kreisebene das flächendeckende Netz intakter Naturräume verbessern, Biotope pflegen sowie Impulse für eine umweltverträgliche Landnutzung geben. Im Gespräch mit unserer Zeitung macht Köberle deutlich, dass die Landschaftserhaltungsverbände im Wesentlichen dafür verantwortlich seien, dass die Naturschutz-Richtlinien der EU eingehalten werden. So habe die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) zum Ziel, wildlebende Arten, deren Lebensräume und die europaweite Vernetzung dieser Lebensräume zu sichern und zu schützen.

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