Lastwagen mit Schrott ist spurlos verschwunden
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Illegaler Mülltransport nach Nigeria
Vaihingen/Koblenz (pol/fg). Spurlos verschwunden ist ein Lastwagen mit litauischem Kennzeichen, den die Autobahnpolizei am Mittwoch auf der A61 bei Koblenz stoppte. Er hatte acht Autos geladen, die vollgestopft waren mit Elektroschrott, Altreifen und Motorenteile. Um den Mülltransport zu tarnen, waren die Autos zugeschweißt und die Scheiben blickdicht verschlossen. Beladen wurde der Transporter in Vaihingen, den Frachtpapieren zufolge sollte die Ladung von Antwerpen aus nach Nigeria verschifft werden.
Um zu klären, ob der Schrott überhaupt nach Afrika exportiert werden darf – hier gibt es enge Bestimmungen, weil in Afrika die fachgerechte Entsorgung nicht gesichert ist –, hat die Sonderabfallagentur Baden-Württemberg angeordnet, dass der Lkw zurück nach Vaihingen fährt, um die Ladung zu überprüfen. Dieser Anordnung kam der Fahrer nicht nach. Vom Transporter und seiner brisanten Ladung fehlt jede Spur. Mitarbeiter des Fachbereichs Umwelt beim Landratsamt Ludwigsburg und die Polizei haben gestern beim Exporteur in Vaihingen ermittelt. Er gab an, über Schrott und Müll in Fahrzeugen nichts gewusst zu haben. Der Verbleib der Fahrzeuge sei ihm ebenfalls nicht bekannt. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts des unerlaubten Umgangs mit Abfällen und versucht, den Standort des Transporters und seiner Ladung herauszufinden.
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