Lasten bewusst verschoben
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Zum Leserbrief „Beamte zahlen für die Rente“ vom 2. August:Frau Dr. Klotz-Burr unterliegt wie der Vorsitzende des Beamtenbundes dem Irrtum, dass der Bund für versicherungsfremde Leistungen die Rentenkasse mit Steuermitteln stützen müsse. Richtig ist dagegen, dass es sich bei den Steuermitteln um reinen Kostenersatz vom Bund für die an die DRV auferlegten Leistungen (zum Beispiel Mütterrente, Transferleistungen Neue Bundesländer und so weiter) handelt, welche im Übrigen seit 1957 noch nie kostendeckend waren und sonst im Bundeshaushalt ihren Niederschlag finden würden.Dieser Tatbestand ist anscheinend nicht bekannt und wird auch von der Bundesregierung verschwiegen. Hier werden bewusst Lasten auf die Rentenzahler verschoben, ohne dass Beamte oder Selbstständige dazu beitragen müssen.Allein 2010 und 2011 verblieb eine Unterdeckung von circa 34,1 Milliarden Euro zulasten der Rentenkasse. Mit diesen Mitteln werden Löcher im Bundeshaushalt gestopft und auch unter anderem Diäten und Pensionen bezahlt. Falsch ist es auch, Pensionen und Renten zu vergleichen, da es sich selbst unter Berücksichtigung von steuerlichen Ansätzen zeigt, dass Pensionen erfahrungsgemäß gesetzliche Renten um das Zwei- bis Dreifache übersteigen.Auch die Krankenversicherung kann man nicht vergleichen, da Beamte für privatärztliche Leistungen 70 Prozent Beihilfe (inklusive Zahnarzt) kostenlos erhalten und freiwillig 30 Prozent über eine günstige Zusatzdeckung versichern können.Rentner müssen dagegen 50 Prozent Krankenversicherungsbeitrag für gesetzliche Kassenleistungen bezahlen. Bei Betriebsrenten sogar 100 Prozent.Wolfgang Fuchs, Knittlingen
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