„Landwirte haben Wahrnehmungskrise“
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Sie genießen ein hohes Ansehen und sind doch oft heftiger Kritik ausgesetzt – Kreisbauerntag in Enzberg beleuchtet aktuelle Situation
Auf der einen Seite rangieren die Landwirte in der Ansehensskala der Bevölkerung weit oben, auf der anderen Seite sind sie häufig öffentlicher Kritik ausgesetzt. „Wir haben eine Wahrnehmungskrise“, brachte Werner Schwarz, Vizepräsident des Deutschen Bauernverbands, das Dilemma beim Kreisbauerntag am Freitag in Enzberg auf den Punkt.
Gut 150 Besucher, darunter Vertreter von Behörden, Kommunalpolitiker und Abgeordnete, lassen sich beim Kreisbauerntag über die Sorgen der Landwirte informieren. Fotos: Fotomoment
Mühlacker-Enzberg. Der Spitzenfunktionär der deutschen Bauern Werner Schwarz, Hauptredner der gestrigen Veranstaltung, der über 150 Besucher, darunter Vertreter der (Kommunal-)Politik beiwohnten, kommt aus Schleswig-Holstein, wo er und seine Familie zusammen mit einer weiteren Familie rund 1000 Hektar bewirtschaften. Da Landwirte in einem „lebenswichtigen Bereich“ tätig seien, stünden sie im Licht der Öffentlichkeit und seien Angriffen ausgesetzt, sagte Schwarz, dessen Vortrag den Titel „Bauern unter Beobachtung – wie man uns sieht und warum“ trug. Häufig reagierten sie verunsichert, und viele potenzielle Hofnachfolger hätten wegen der „lebenslangen Stimmungsmache“ letztlich „keinen Bock“ auf diesen Beruf. Wobei die „Ankläger“ oft nicht wüssten, was sich in der Landwirtschaft abspiele und was sie auslösten.
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