Lärmgeplagte Pinacher dürfen hoffen

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Wiernsheim (nt). Die löchrige landeseigene Pinacher Ortsdurchfahrt, die auch unter Rohrverlegungen der Gemeinde gelitten hat, soll die leidgeprüften Anwohner nicht mehr lange ärgern. Bereits für das nächste Jahr ist Abhilfe gegen lärmende Schachtdeckel und Schlaglöcher in Aussicht, erfuhren genervte Zuhörer der jüngsten Gemeinderatssitzung. Schon zu Beginn nutzten Pinacher die Einwohnerfragestunde. Sie wollten wissen, ob sich der persönlich angeschriebene Regierungspräsident Dr. Rudolf Kühner schon zum Protestbrief samt Unterschriftenanhang geäußert habe.

Bürgermeister Karlheinz Oehler zog mit zufriedener Miene einen druckfrischen Antwortbrief aus seinen Akten, der auch den Gemeinderäten vorliegt. Zwar, so Oehler, habe Kühner einmal mehr eine Absage erteilt („vor 20 Jahren ausgebaut, also nicht so dringend, Erneuerung auf Kosten des zuständigen Regierungspräsidiums nicht in absehbarer Zeit“). Allerdings hat der Schultes zwischen den amtlichen Zeilen herausgelesen: „Wir haben eine gute Ausgangsposition für eine rasche, unbürokratische Lösung. Dr. Kühners Text lässt Interpretationsmöglichkeiten zu, die ich schon genutzt habe.“ Kreisrat Oehler hatte sich jüngst mit Vizelandrat Wolfgang Herz auf gemeinsames Vorgehen geeinigt, das gestern im Rahmen einer Verkehrsschau im Detail ausbaldowert wurde. Oehler will eine gemeinsame Lösung, „rasch und nicht viel drüber schwätzen“. Das Ziel: für rund 120000 Euro eine Deckensanierung der Hauptstraße mit einer Kostenteilung zwischen Gemeinde und Kreis. Oehler: „Keine Flickschusterei, sondern flächendeckende neue Deckschicht in einem Aufwasch.“Gemeinderäte loben: „Das ist sehr positiv für Pinache, vor allem für die Anlieger“Dabei könnte auch das aktuelle Tiefbauvorhaben, die Sanierung der Wasserleitung im unteren Bereich, mit einbezogen werden. Vizebürgermeister Rainer Zundel (SPD) und CDU-Gemeinderätin Ilse Beuchle, zeigten sich einig in „großer Koalition“: „Das ist sehr positiv für Pinache, vor allem für die Anlieger.“ Gut für den Ort, so Zuhörer nachhakend, wäre auch die weitere Planung für die Ortsumgehung der L1135 Pinache: „Bitte nicht aus den Augen verlieren“, so der Wunsch. Der im Sitzungssaal aushängende Entwurf des Flächennutzungsplans für alle sechs Heckengäugemeinden zeigt auch die „Freihaltetrassen“ für die südwestliche wie südöstliche Variante. Aber Karlheinz Oehler sieht, auch mit Blick auf die neue Landesregierung („denen sind neue Landesstraßen ein Graus“), kaum Chancen: „Wir machen schon seit 15 Jahren an Plänen für eine Ortsumgehung rum.“

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