„Kultur macht uns zum Menschen“
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Der Gründer der Drogeriemarktkette dm Götz Werner spricht im überfüllten Saal der IHK Nordschwarzwald
„Haben Sie schon mal einen Affen Toilettenpapier benutzen sehen?“, fragt Götz Werner. Eine rhetorische Frage, die den prall gefüllten Saal jedoch zum Lachen bringt. Was der Unternehmer damit sagen will, ist seine zentrale These: Der Mensch ist ein Kulturwesen. Das unterscheidet ihn vom Tier.
Kultur, Bildung und Unternehmensführung: Götz Werner hat viel zu sagen. Foto: Rohn
Pforzheim. Der 70 Jahre alte Gründer der Drogeriemarktkette dm pflegt einen sehr lockeren Gesprächston mit seinen Zuhörern. Fast 300 Interessierte haben sich in den größten Saal des IHK-Gebäudes an der Dr.-Brandenburg-Straße in Pforzheim gezwängt. Über 50 finden keinen Sitzplatz, noch etliche weitere hören vom Eingangsbereich aus zu, wohin die Veranstaltung via Lautsprecher übertragen werden muss. Eingeladen vom Kulturhaus Osterfeld und im Gespräch mit dessen Geschäftsführer Gerhard Baral und Claudia Baumbusch, der städtischen Beauftragten für kulturelle Bildung an den Pforzheimer Museen, spricht Werner am Mittwochabend über Kultur, Bildung und seine Ideale bei der Unternehmensführung. Der bekennende Anthroposoph fördert die kulturelle Bildung der Auszubildenden seines Unternehmens durch kostenfreie Musik- und Theaterprojekte, wirbt für ein bedingungsloses Grundeinkommen und hält nichts von Kostenrechnung und herzloser Betriebswirtschaft. Der Mensch müsse immer Zweck sein, niemals Mittel. Wer das nicht verstehe, sei zwangsläufig zum Scheitern verurteilt, betont er.
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