„Kuhkrabbenacht“
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Hitzige Neuauflage einer alten Debatte: Im Maulbronner Rat geht wieder einmal um die Straßenbeleuchtung
Maulbronn. Hätten die Einwohner der Stadt die erneute Diskussion über Energieeinsparpotenzial und Kosten verschiedener Ausprägungen zeitgenössischer Straßenbeleuchtungstechnik als erhellend empfunden? Die Antwort bleibt aus, gleichwohl dürfte die Frage nach dem richtigen Maß an Helligkeit in den dunklen Stunden des Tages auch in der Bevölkerung polarisieren. Im Maulbronner Gemeinderat entbrannte am Mittwoch jedenfalls einmal mehr eine kontroverse Debatte über Straßenlaternen und Möglichkeiten ihrer Feinjustierung.
Wie hell darf’s sein? An der Frage scheiden sich im Gemeinderat die Geister. Foto: Fotomoment
Die Stadtverwaltung war aus den Reihen des Gremiums darum gebeten worden, eine Art Potenzialabschätzung sensorgesteuerter LED-Straßenleuchten im Vergleich zu anderen Lichtquellen zu erstellen. Die Hausaufgabe, die die Verwaltungsspitze in schriftlicher Form präsentierte, wurde vom Gremium nicht einfach abgehakt, sondern heiß diskutiert. Vor allem aus den Reihen der Liste Mensch und Umwelt (LMU) kam Kritik an der Bestandsaufnahme der Verwaltung, die zu dem Schluss gekommen war, dass sich sensorgesteuerte Lampen im Falle Maulbronns nicht rechneten. Für diesen Standpunkt bekamen die Verantwortlichen im Rathaus Rückendeckung von Frieder Esenwein von der CDU, seines Zeichens Elektromeister: „Der Dimmbetrieb rentiert sich für uns nicht.“ Die Stadtverwaltung will die alten Laternen weiter Stück für Stück auf LED-Licht ohne Sensorbetrieb umrüsten. „Ich muss jetzt doch Öl ins Feuer gießen“, sagte LMU-Sprecher Peter Wilhelm. Seiner Meinung nach fehlte es dem Papier der Verwaltung an der nötigen Differenziertheit. „Es ist gar nicht dargestellt, wo man was wie stark ausleuchtet. Es fehlt eine Strategie“, bemängelte Wilhelm. Außerdem seien keine Erfahrungen von anderen Kommunen abgefragt worden, die mit sensorgesteuertem Licht arbeiteten. Bürgermeister Felchle warnte eindringlich davor, der Bevölkerung vorschreiben zu wollen, welche Straße wie stark beleuchtet wird.
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