Kuckuck ist ein Brutparasit

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Stiefeltern für Ernährung zuständig

Der Kuckuck wächst bei Fremden auf. Foto: fl

Der Kuckuck wächst bei Fremden auf. Foto: fl

Enzkreis. Teichrohrsänger oder andere fehlgeleitete Vogeleltern in der Region bräuchten eigentlich keinen Gentest, um zu erkennen, dass der unermüdliche Nimmersatt, den sie da füttern, nicht von ihnen stammt. Aber wenn der junge Kuckuck seinen riesigen, roten Rachen aufsperrt und nach Futter schreit, können sie nicht anders: Sie müssen ihn versorgen. Unermüdlich schleppen die im Vergleich zu ihrem Stiefkind winzigen Vogeleltern Insekten herbei und stopfen sie in den Schlund ihres Riesenbabys. Das hat zuvor den Nachwuchs seiner Zieheltern aus dem Nest geworfen und so dafür gesorgt, dass er das Futter nicht teilen muss. Brutparasitismus nennen das die Ornithologen. Ein Phänomen, das bei tropischen Vogelarten häufiger vorkommt; in Deutschland ist der Kuckuck aber der Einzige, der seine Eier fremden Vogelarten unterschiebt. Erst wenn der junge Kuckuck fähig ist, sich selbst zu ernähren, sind die Stiefeltern den Nimmersatt los. Der macht sich dann allein auf den Weg nach Afrika. Seine leiblichen Eltern verlassen schon demnächst die Region, fliegen also lange vor dem jungen Kuckuck in den Süden.

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