Kreis soll umdenken

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Maulbronner Rathauschef: „Irgendetwas läuft da aus dem Ruder“

Maulbronn. Bürgermeister Andreas Felchle hat im Zuge der Haushaltsdebatte im Maulbronner Gemeinderat die hohe Kreisumlage beklagt, wobei Landrat Karl Röckinger nichts für diese negative Entwicklung im Bereich der Finanztransfers von der Kommune an den Kreis könne. Schuld seien letzten Endes die hohen Sozialausgaben, mit denen sich der Enzkreis konfrontiert sehe. „Das macht mir Sorgen. Irgendetwas läuft da aus dem Ruder“, sagte Felchle. „Wenn ein Kreis pumperlgesund ist, Jahr für Jahr aber fünf, sechs oder sieben Millionen mehr braucht, um Sozialleistungen zu finanzieren, dann stimmt etwas nicht.“ Außerdem könne es im Bereich der Enzkreis-Kliniken auf Dauer nicht so weitergehen, merkte der Schultes und Kreisrat mit Blick auf das Defizit an, das der Kreis jährlich auffangen muss. „Es wird auf weitere Konzentrationsmaßnahmen rauslaufen müssen“, so Felchle. Außerdem, und hier konnte sich der Bürgermeister einen Seitenhieb auf Röckinger, der in verschiedenen Bereichen „immer gerne bei den Besten“ sein wolle, nicht verkneifen, lebe man im Kreis auf einem hohen Niveau. Es gebe viele Dinge, die schön zu haben seien. Doch dafür brauche es auch das Personal. „Hier muss ein Umdenken stattfinden.“ Generell wird aus Felchles Sicht zu viel „herumtheoretisiert“. Er forderte auch hier eine Wende: Es müsse wieder mehr „mit der Hand am Arm geschafft“ werden. Die Stadt bekomme fast täglich eine Aufforderung, sich an irgendeinem Projekt zu beteiligen – mit viel Aufwand und oft ohne Ertrag.

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