Kranke wünschen sich körperliche Nähe
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Im Einsatz: Die Mitarbeiterinnen der Diakoniestation Mühlacker nehmen täglich 250 Versorgungen vor
Kranken- und Altenpflege ist nicht vom Homeoffice aus zu erledigen. Auch in Zeiten der Pandemie sind die Mitarbeiterinnen der Diakoniestation Mühlacker tagtäglich unterwegs, um pflegebedürftige Menschen zu versorgen. Oft sind sie für Seniorinnen und Senioren die einzigen Gesprächspartner.
Geschäftsführerin Ingeborg Keppler freut sich über die Masken von den Näherinnen der Liebenzeller Gemeinschaft in Großglattbach. Fotos: Stahlfeld
Mühlacker. Vera Schmid gehört zu den 45 Pflegekräften und Hauswirtschafterinnen der Diakoniestation. Die Krankenschwester besucht während ihrer morgendlichen Tour zwischen 15 und 20 Klienten. In Zeiten von Corona hat sich auch ihre Arbeit verändert. Das Tragen von Maske und Handschuhen ist längst Routine und gibt vor allem den Seniorinnen und Senioren ein Gefühl von Sicherheit. Vera Schmid: „Am Anfang waren die Menschen sehr, sehr ängstlich.“ Alles andere als Routine ist die persönliche Zuwendung. Die ist jetzt wichtiger denn je. „Die Menschen haben kaum noch soziale Kontakte“, erzählt die 34-Jährige, dass sie während der Körperpflege Gespräche führt. Was bedrückt die Menschen? Beim An- und Ausziehen, dem Wechseln der Verbände oder der Verabreichung von Medikamenten, nebenbei also, lässt sich die Krankenschwester auf die Sorgen und Nöte der Menschen ein und nimmt ihnen damit Ängste.
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