Konzert mit Yuki Manuela Janke
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Preisgekrönten Violinistin spielt im Kongresszentrum
Pforzheim (pm). Die beiden Violinkonzerte von Sergej Prokofjew sind im Abstand von knapp 20 Jahren entstanden. Während der Komposition des ersten Violinkonzertes arbeitete er zeitgleich an der sogenannten „Symphonie classique“, in welcher er den klassischen Stil zu imitieren versuchte. Ebenso versuchte er in seinem Erstling für die Geige, diese traditionellen Formen und Ausdrucksmittel mit kleinsten Verschiebungen zu verarbeiten, was teilweise auch Thema in der russischen Malerei des frühen 20. Jahrhunderts war. Es sind die Ideen eines Franz Marc oder Wassily Kandinskys, die Prokofjew versuchte, in Musik umzusetzen. Damit weist Prokofjew bereits auf die „Neue Sachlichkeit“ hin, was sich dann im zweiten Violinkonzert manifestiert. Es ist eine objektive, energische, motorische und optimistische Musik, in welcher man Individuelles und Psychologisches überwunden glaubte, was sich in diesem Solokonzert im Spiel zwischen herkömmlichem romantischen Musizieren und inszenierter Groteske zeigt.
Als Solistin konnte das Theater Pforzheim Yuki Manuela Janke gewinnen. Janke entstammt einer deutsch-japanischen Musikerfamilie, spielt seit ihrem dritten Lebensjahr Geige und gewann bereits zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen. Sie tritt in den Konzertsälen der ganzen Welt auf, spielt mit renommierten Orchestern und ist zu Gast bei vielen internationalen Festivals. Von 2012 bis 2014 war Yuki Manuela Janke erste und jüngste Konzertmeisterin der Staatskapelle Dresden und ab nächster Spielzeit Konzertmeisterin des Berliner Konzerthausorchesters. Sie spielt die Stradivari „Muntz“.
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