Koks-Import fliegt in Kolumbien auf
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Auf Althosensammlung anstatt Koks hereingefallen – Angeklagten wird bandenmäßiger Drogenhandel vorgeworfen
Pforzheim/Enzkreis. Der Prozess vor der Auswärtigen Großen Jugendkammer des Landgerichts Karlsruhe in Pforzheim passt zur Jahreszeit: Mit Kokain-Direktimporten aus Kolumbien hätten die fünf Angeklagten – aufgeflogen waren sie im Mai 2014 mit einer 500-Gramm-Lieferung – „Schnee“ rieseln lassen können.
Nahezu ohne zu bremsen, waren die Angeklagten im Alter zwischen 19 und 36 Jahren in die Falle getappt. Statt einer Luftfrachtsendung mit einem halben Kilo Koks, versteckt in 50 Jeans, erwartete sie auf dem Zollamt Pforzheim eine wertlose Althosensammlung mit leeren Taschen. Bereits die kolumbianischen Drogenfahnder hatten die Schmuggelware entdeckt, konfisziert, die deutschen Behörden informiert und ein Ersatzpaket als Lockvogel auf den Weg geschickt. Das wurde am 23. Mai, nach einigem Hin und Her mit den Formalitäten, im zweiten Anlauf von der auf der Adresse genannten Empfängerin aus dem Enzkreis und einem mitangeklagten Begleiter aus Pforzheim abgeholt, allerdings erst nachdem die 19-Jährige auch die Einfuhrgebühren in Höhe von 212 Euro korrekt bezahlt hatte.
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