Kokain zerstört Leben eines depressiven Mannes

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37-Jährige steht wegen Drogenhandel vor Gericht – Der Angeklagte benötigt dringend eine Therapie – Vorher droht ihm Gefängnis

Pforzheim. „Ich will wieder normal sein!“, sagte der Angeklagte unter Tränen. „Ich dachte, ich bin nicht abhängig, ich bin stark, aber es hat mich besiegt.“ Mit „es“ meinte der 37-Jährige Kokain. In der Verhandlung vor der Auswärtigen Großen Strafkammer wegen Handels mit Betäubungsmitteln hatte er in den ersten beiden Prozesstagen tatsächlich „stark“ gewirkt. Jetzt brach die Fassade auseinander. 1999 war er nach Deutschland gekommen, war geflüchtet vor seinem sadistisch-gewalttätigen Vater. „Er ist tief depressiv bei der Erinnerung an seine Kindheit und seine Familie“, erklärte der psychiatrische Sachverständige in seinem Gutachten.

Vorgeworfen wurde dem Mann, der inzwischen umfassend geständig ist, er habe zwei Kilogramm Marihuana an einen Mittelsmann verkauft, diesen geschlagen und mit einer Axt bedroht, als der den vereinbarten Preis nicht vollständig bezahlen konnte. Bei einer Hausdurchsuchung fand die Polizei im Keller ein weiteres Kilogramm Marihuana, Kokain, 11000 Euro Bargeld und Schweizer Franken sowie die Axt neben der Wohnungstür.

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