Königsmord und eine große Liebe

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„Ein Maskenball“ feiert Premiere

Pforzheim (pm). Tatort: Stockholmer Opernhaus am 16. März 1792. Der schwedische König Gustav III. wird während eines Maskenballs vor den Augen der Ballgesellschaft angeschossen und erliegt wenige Tage nach dem Attentat seinen Verletzungen. Diese in Wirklichkeit politisch motivierte Begebenheit verwendete der französische Dramatiker Eugène Scribe für einen Opernstoff, wobei er sehr frei mit den historischen Fakten umging: Weder die Gründe der Rebellion des schwedischen Adels noch die tatsächliche homoerotische Liebesbeziehung des Königs sind dargestellt. Daniel-François-Esprit Auber bestückte das Libretto 1833 erstmals mit Musik, bevor sich Giuseppe Verdi 25 Jahre später in Paris nach einem geeigneten Sujet für Neapel umsah. Das Spannungsfeld zwischen höfischem Prunk und romantischem Grusel schien es ihm angetan zu haben, und so ließ er den Text ins Italienische übertragen und bearbeiten. Die Verdi-Oper „Ein Maskenball“ hat am Samstag, 21. September, um 19.30 Uhr ihre Premiere im Großen Haus des Theaters Pforzheim.

Amelia, Frau des Machthabers Riccardo, wird vom Freund und Untergebenen ihres Gatten, Renato, begehrt. Da auch sie Gefühle für ihn entwickelt hat, fragt sie bei einer Wahrsagerin nach einem Mittel gegen die verbotene Liebe. Als Renato von Amelias Empfindungen erfährt, erwacht eine nicht zu stillende Eifersucht in ihm. Das Ende: Auf einem Maskenball erfährt Renato, welches Kostüm Riccardo trägt, und tötet ihn.

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