Knast oder Klapse: Sexualtäter ist schizophren
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Nordafrikaner belästigt Gaststudentin in Pforzheim – Opfer ist wieder in Mexiko und will nicht als Zeugin aussagen
Pforzheim. Zwei Wochen, bevor der Angeklagte eine Studentin in Pforzheim belästigt haben soll, wurde er in Erfurt wegen eines Sexualdeliktes verurteilt. Wie ein Gutachter jetzt dem Pforzheimer Schöffengericht erklärte, wäre eine Tatwiederholung keine Überraschung: Der Nordafrikaner ist seit Jahren schizophren.
Es beginnt fast alltäglich im Zug, der am 30. Juli 2019, um 0.16 Uhr vom Stuttgarter Hauptbahnhof nach Pforzheim fährt. Ein junger Mann setzt sich in den ansonsten leeren Wagen neben die Austausch-Studentin aus Mexiko und startet eine plumpe Anmache, die immer aufdringlicher wird. Sie gipfelt in der Frage, ob er – seit zwei Tagen obdachlos – nicht bei ihr oder ihrer Freundin übernachten könne. Dass die Frau mit ungutem Gefühl im Bauch den WC-Gang des aufdringlichen Nachbarn nutzt, um sich einen anderen Platz in einem anderen Wagen zu suchen, hilft ihr wenig: Kurze Zeit später hat ihr „Verehrer“ sie wieder aufgespürt. Er steigt nach ihr aus dem Zug in Pforzheim aus, verfolgt die Frau, holt sie ein, drückt sie auf Höhe der Sankt-Georgen-Steige mit einer Hand an die Mauer, greift ihr mit der anderen in den Schritt und erklärt: „I want to fuck you.“ Der Angriff geht glimpflich aus, wohl auch dank einer Anwohnerin und ihres Freundes, die den Mann mit Gebrüll aus dem Wohnungsfenster heraus in die Flucht schlagen. „Versuchte Vergewaltigung“ lautete jetzt der Vorwurf von Staatsanwalt Harald Lustig.
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