Klosterschüler greift nach den Sternen
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Der frühere Maulbronner Seminarist Johannes Kepler hat die Berechenbarkeit der Planeten entdeckt und Maßstäbe gesetzt.
Maulbronn (pm). Ein Schüler aus dem Kloster Maulbronn war es, der am 15. Mai 1618 entdeckte, dass sich der Umlaufbahnradius von Planeten berechnen lässt. Der Astrologe Johannes Kepler (1571 bis 1630), aus einfachen Verhältnissen stammend, besuchte die höhere Klosterschule in Maulbronn. Der Schulabschluss eröffnete ihm den Zugang zur Universität und zum Studium – die Grundlage seiner weitreichenden Entdeckungen.
Sternenkarte.Foto: lmz/Arnim Weischer
Kepler stammte aus der Reichsstadt Weil der Stadt. Es waren arme Verhältnisse: Der Vater hatte die Familie verlassen, als Johannes fünf Jahre alt war. Der Junge erkrankte schwer an Pocken und litt lebenslang unter den Folgen: Kepler sah schlecht. Aber er war begabt und klug, so dass er durch das neue württembergische Schulsystem, das mit der Reformation eingeführt worden war, in gute Schulen kam. Mit 13 Jahren begann er seine Laufbahn in der evangelischen Klosterschule in Adelberg, dann kam er nach Maulbronn in die höhere Klosterschule. Trotz seines schlechten Gesundheitszustandes absolvierte er die dreijährige Schulzeit erfolgreich.
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