Klosterlinde jetzt sechs Meter kürzer
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Gnadenfrist läuft – Anwohner wie Klaus Krüger fühlen sich dem Baumriesen eng verbunden
Maulbronn. Kann die Linde stehenbleiben oder muss sie aus Sicherheitsgründen womöglich sofort gefällt werden? Mit dieser brisanten Frage haben sich diverse Fachleute in den vergangenen Wochen befasst. Das Ergebnis des Kopfzerbrechens ist ein Kompromiss: Die mächtige Friedenslinde vor dem Maulbronner Kloster kann zwar (vorerst) erhalten bleiben, muss aber um sechs Meter zurückgestutzt werden. Am Montagmorgen rückten deshalb die Baumpfleger mit einem Steiger an und legten Hand an das 21 Meter hohe Wahrzeichen.
Baumpfleger aus Heilbronn stutzen die mächtige Linde vor dem Maulbronner Kloster. Foto: Franz
Wie berichtet, ist die Baumgutachterin Tanja Sachs nach einem Zugversuch, der einen Sturm simulierte, und einer anschließenden Auswertung am Computer zum Ergebnis gekommen, dass der Baum zurzeit noch sicher steht und keine akute Gefahr für die Besucher des Klosterhofs darstellt. Doch die vermeintlich gute Nachricht gibt keine Sicherheit: Der tückische Brandkrustenpilz, der den stattlichen Baum befallen hat, wird sein zerstörerisches Werk im Wurzelbereich fortsetzen, darin sind sich die Fachleute einig. Damit ist der Countdown für die Linde nicht mehr aufzuhalten. Bis zu dem Tag, an dem die Maulbonner von ihrer Friedenslinde endgültig Abschied nehmen müssen, steht der Baum unter verschärfter Beobachtung.
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