Klinik hilft Opfern sexueller Gewalt
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Am Pforzheimer Helios Klinikum können Betroffene seit Januar die vertrauliche Spurensicherung in Anspruch nehmen
Opfer von Vergewaltigungen und sexueller Nötigung finden im Helios Klinikum in Pforzheim Hilfe. Mit der neuen vertraulichen Spurensicherung besteht die Möglichkeit, zu einem späteren Zeitpunkt mit belastbarem Beweismaterial gegen Täter vorzugehen.
Wenn sich ein Vergewaltigungsopfer in der Notaufnahme des Helios Klinikums Pforzheim an der Kanzlerstraße 2 bis 6 meldet, wird ihm neben medizinischer Soforthilfe auch Beratung und die Sicherung von Spuren angeboten. Dadurch ist es auch noch Jahre nach einem Übergriff möglich, Anzeige zu erstatten und mit entsprechendem Beweismaterial vor Gericht zu ziehen. Foto: Disselhoff
Pforzheim/Enzkreis. Dass das Pforzheimer Modell in Baden-Württemberg längst nicht an jeder Klinik Standard ist, verwundert. Der niedergelassene Frauenarzt Dr. Ulrich Waizenegger hat dafür jedoch eine einfache Erklärung: „Opfer von Sexualdelikten haben eine schlechte Lobby.“ Durch die Novelle des Sexualstrafrechts, die vom Bundestag im vergangenen Jahr beschlossen wurde, hat sich die rechtliche Situation für Betroffene zwar verbessert, doch es gibt noch viel zu tun.
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