Klinik begibt sich in Quarantäne
Archiv
Eckhard Wimmer berichtet über Situation in Sierra Leone
Sternenfels. Die Not im von Ebola betroffenen Magbenteh Community Hospital hat existenzielle Formen angenommen. Dies berichtet Eckhard Wimmer aus Sternenfels, der sich gemeinsam mit seiner Frau für das westafrikanische Land Sierra Leone einsetzt und unter anderem Spenden für jene Klinik sammelt, in der auch die Ärmsten der Armen behandelt werden.
Per E-Mail habe er Listen von Infizierten und Verstorbenen erhalten. Darunter seien auch Pflegekräfte, die er im Frühjahr kennengelernt habe. „Das schmerzt uns wahnsinnig“, spricht der Vorsitzende des Vereins „Sierra Leone, ein Land in Not“ auch für seine Frau. Vor Ort werde vermutet, dass die Epidemie über einen Patienten in die Klinik Einzug gehalten habe, bei dem Symptome einer anderen Krankheit jene des Ebolafiebers überlagert hätten. Eine eigene Station für die Betroffenen sei eingerichtet, in der versucht werde, die Widerstandskräfte der Erkrankten zu stärken, doch reiche diese Maßnahme offenbar nicht mehr aus. „Wir wollen uns für 21 Tage in Quarantäne begeben und uns selbst überwachen. Wenn wir danach noch gesund sind, werden wir unsere normale Arbeit wieder aufnehmen“, zitiert Eckhard Wimmer aus der jüngsten elektronischen Post. Sehr berührt habe ihn auch die Nachricht, dass ein Tag des Gebets durchgeführt worden sei, an dem sowohl Christen als auch Moslems teilgenommen hätten. Zur Angst vor der Seuche komme aktuell die Furcht vor Plünderungen hinzu. Die Wachmannschaft sei verstärkt worden.
Wir freuen uns, dass Sie sich für
einen Artikel interessieren.
Jetzt registrieren und weiterlesen.
- ➔ Alle Webseiteninhalte
-
➔ Inklusive aller
Artikel
- ➔ Jederzeit kündbar
Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen