Kleines Festival für kleine Besucher
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Stadt Maulbronn zurrt Spielplan für erstes „Kindertheaterfestival“ in der Stadthalle fest
Kinderstücke wie „Die Zauberflöte“ sind der Renner. Die Stadt Maulbronn setzt künftig nur noch auf junge Theaterfans. Foto: Fotomoment
Maulbronn. Kulturangebote kosten Geld und gehören nicht zur Pflichtaufgabe einer Kommune. Gleichwohl leistet sich die 6000-Einwohner-Stadt Maulbronn seit Jahren ein kleines Freilichttheaterfestival, in das in diesem Jahr ein städtischer Zuschuss von rund 21370 Euro fließt. Der Gemeinderat hatte im Sommer beschlossen, die Investitionen in das Freilichttheater zu reduzieren, um den Zuschuss zu den Klosterkonzerten Maulbronn zu erhöhen. Mit der Umschichtung ging auch eine veränderte Schwerpunktsetzung einher. Künftig sollte das Theaterangebot nicht mehr im Klosterhof unter freiem Himmel über die Bühne gehen, zudem hatte der Rat entschieden, nur noch Kinderstücke einzukaufen. Vor dem Hintergrund dieser Weichenstellungen hat der Verwaltungsausschuss am Mittwoch erstmals den Spielplan für das Kindertheater 2014 festgezurrt. Am Freitag, 1. August, gastiert das Theater Sturmvogel mit dem Mitmach-Stück „Der Wolf und die sieben Geißlein“ in Maulbronn. Am Sonntag, 3. August, zeigt das Theater auf Tour aus Frankfurt „Keine Angst vor Hotzenplotz“, die Schauspieler dieses Ensembles stehen mit dem Stück „Der satanarchöolügenialkohöllische Wunschpunsch“ am Mittwoch, 6. August, zum zweiten Mal auf der Bühne. Alle Stücke werden in der Maulbronner Stadthalle gezeigt. Weil die Atmosphäre dort nicht mit dem Theater unter freiem Himmel vergleichbar ist, schlug die Verwaltung eine Ermäßigung der Eintrittspreise vor, die jetzt in den drei Kategorien ohne Ermäßigung zehn, acht und fünf Euro betragen. Stadträtin Evelyn Lautenschlager von der Liste Mensch und Umwelt regte an, die Theatertermine zu entzerren und die Stücke nicht in der Stadthalle, sondern in kleineren Räumen sowie auch in den Stadthallen zu präsentieren. Schultes Andreas Felchle lehnte dies unter anderem mit dem Verweis darauf ab, dass dann der Festivalcharakter verloren ginge. Das Kulturangebot ließe sich in entzerrter Form auch schlechter vermarkten.
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