Klein(er), aber oho
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Pony-Turnier mindestens so anspruchsvoll wie das für die „Großen“
Pforzheim. Wenn Heinz Bürk noch mehr Vorbereitungszeit gehabt hätte, dann hätte er auch mehr als knapp 20 junge Reiter an den Start des 15. Goldstadt Cup gebracht. Doch auch so ist der Pony-Beauftragte des Pferdesportverbandes Baden-Württemberg stolz, dass die Kleinen zum ersten Mal und das gleich mit vier Prüfungen bei den Großen mitmischen.
Kuscheln im Stroh: Hengst „Monte Cassini“ genießt sein Strohbett. Seine Reiterin Lisa-Marie Winkenbach freut sich, dass wenigstens einer vor dem Start so entspannt ist. Foto: Roth
Wenn sich der Hengst „Monte Cassini“ dann doch bequemt, sich aus seiner bequemen Seitenlage in der strohgefüllten Box im Zelt hochzuhieven, dann ist er gar nicht mehr so klein. Das „Endmaß-Pony“ hat das Pferd mit 1,49 Metern gerade um einen Zentimeter verpasst. Mit ihm wird seiner Reiterin Lisa-Marie Winkenbach der Umstieg auf Turniere mit den „Großen“ wohl nicht so schwer fallen. Die Hindernisse seien eh schon so hoch wie bei den Pferden, wie Heinz Bürk betont. Nur werden diese um ein paar Zentimeter verrückt, weil die Schrittfolge der Ponys etwas kürzer ist. Aber sonst: „Was die Ponyreiter leisten, ist enorm.“ Schenkt sich nichts mit den Kollegen auf den Pferden. Ponys reiten darf man allerdings nur bis zum Alter von 16 Jahren, doch das tut Lisa-Marie Winkenbach, die in Mannheim wohnt, bereits jetzt schon im Alter von 15 Jahren erfolgreich: Seit dem vergangenen Jahr ist sie im Landeskader für Dressur. Im Springen wurde sie 2013 Vizemeisterin der Süddeutschen Ponymeisterschaft. Doch dafür braucht sie zwei Ponys, denn „Monte Cassini“ liebt Springen, hasst aber Dressur. Bei „Dollarprinz“ ist es genau umgekehrt. Deshalb ist auch nur „Monte Cassini“ auf dem Buckenberg. Doch ein paar Stunden vor dem Start liegt der braune Hengst zum Entzücken seiner Reiterin noch tiefenentspannt in seinem Strohbett. „Das ist ein gutes Zeichen, wenn die so entspannen können“, findet Heike Winkenbach. Die Mutter von Lisa-Marie ist früher auch geritten und fast so nervös wie ihre Tochter. „Ich kann da nicht zuschauen, wenn sie reitet“, sagt sie. Beide bleiben „Monte Cassini“ lieber etwas fern in den Stunden vor dem großen „Auftritt“, sonst überträgt sich das noch. Dabei ist Lisa-Marie Winkenbach schon im Alter von sechs Jahren das erste Mal auf einem Turnier geritten. Aber der Goldstadt Cup ist eben schon eine große Nummer.
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