Kleine Maus trägt Hantaviren in sich

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Enzkreis (fl). Klein und putzig sieht sie aus: die Rötelmaus, das wahrscheinlich häufigste Säugetier Deutschlands. In den buchenreichen Laubmischwäldern des Kraichgauer Hügellandes, des Heckengäus oder auch im Stromberggebiet ist die kleine Wühlmaus sicher der häufigste Säuger. Bucheckern, die Früchte der Rotbuchen, gehören nämlich zu ihrer Leibspeise. Alle zwei bis drei Jahre, wenn die Buchen reichlich Früchte tragen, explodiert dann auch die Zahl der kleinen Nager. Und damit auch die Zahl der Hantaviren-Infektionen.

Die Rötelmaus.

Die Rötelmaus. Foto: Lechner

Die Rötelmaus ist nämlich der Hauptüberträger dieser meldepflichtigen Infektionskrankheit – und Baden-Württemberg das Bundesland mit den weitaus meisten Infektionen. Von wenigen Hundert bis zu über Tausend im Jahr schwanken die beim Landesgesundheitsamt in Stuttgart gemeldeten Fälle, und das ist wohl nur die Spitze des Eisbergs. Häufig verläuft der Infekt nämlich mit Fieber, Rücken- und Bauchschmerzen so harmlos, dass der Virus als einfache Sommergrippe verbucht wird. In schlimmen Fällen kann eine Hantaviren-Infektion aber auch zu Nierenversagen führen.

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