Kleine Exponate erzählen vom großen Krieg
Archiv
Maulbronn bietet eine besondere Schau zum Ersten Weltkrieg
Maulbronn. „Mit jedem Gegenstand kann man eine kleine Geschichte erzählen“, sagt der Maulbronner Stadtarchivar Martin Ehlers bei einem Pressegespräch zur Weltkriegsausstellung, die ab Oktober auf dem Schafhof zu sehen ist. Er übernimmt gemeinsam mit Peter Krüger, zweiter Vorsitzender des Geschichts- und Heimatvereins Maulbronn, das Kuratorium. Viele wertvolle Exponate hätten Bürger zur Verfügung gestellt, um 100 Jahre nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs die Ausstellung „Heimatfront – Maulbronn und der Erste Weltkrieg“ zu ermöglichen.
Diese Pickelhaube und weitere Relikte des Ersten Weltkriegs gibt es zu sehen. Foto: Huber
Auf drei Stockwerken des Museums sollen verschiedene Aspekte des Kriegs beleuchtet werden. In einem Bereich soll anhand zahlreicher Originalstücke an die Zeit des Krieges erinnert werden. Unter anderem werden eine Patronentasche, Militärpässe, ein Bajonett oder eine Pickelhaube zu sehen sein. „Die Pickelhaube ist ein Glanzstück“, sagt Ehlers. Lange sei nach einem solchen Exemplar gesucht worden. Eine weitere Ausstellungsstation soll zeigen, wie die Maulbronner den Krieg erlebt haben. „Ein einschneidendes Ereignis war ein Flugzeugabsturz im Bereich der heutigen Talaue, als ein Flieger seine Familie begrüßen wollte“, erzählt der Stadtarchivar. Auch soll ein Lazarett nachgestellt werden. Dazu werde ein echtes Bett von damals aufgestellt, um die Atmosphäre authentisch zu gestalten. Außerdem wird in einer weiteren Station das Kriegerdenkmal thematisiert. „Das Denkmal hier ist anders als in anderen Ortschaften“, weiß Peter Krüger. Der Bildhauer Jakob Brüllmann habe damals ein Denkmal in Form einer Löwin geschaffen, die ihr Kriegsleid in Richtung des Friedhofs brüllt.
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