Klangvolle Werbung für Männerchor
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Sänger aus Schmie und Horrheim vereinen sich zu einem gemeinsamen Projektensemble
Maulbronn-Schmie. Vom Barock bis in die Moderne, von der Klassik hin zum Swing: Eine eindrucksvolle Werbung für die Gattung Männerchor ist am Wochenende in Schmie und Horrheim gemacht worden. Unter dem Motto „Faszination Männerchor“ haben sich die Tenöre, Baritone und Bässe aus den beiden Orten zum ersten Mal zu einem Projektchor vereint, der in der Turnhalle des Maulbronner Stadtteils ein abwechslungsreiches und zum Staunen und Genießen anregendes Konzert gestaltete, das tags darauf in Horrheim wiederholt wurde.
Ein stimmgewaltiges Ensemble haben die Sänger aus Schmie und Horrheim gebildet. Foto: Appich
Im Verlauf des Abends zeigten die Chöre getrennt und gemeinsam die ganze Bandbreite des Männergesangs auf. Sie hatten ihre schönsten Sätze aus dem Notenschrank geholt, stimmten Opernchöre und witzige Lieder im heimischen Dialekt an und verzauberten ihr Publikum mit russischem Kirchengesang, amerikanischen Traditionals und Schlagern aus den 60ern. „Vor etwa einem Jahr haben wir mit den Proben zum schwierigsten Stück, Schuberts Nachtgesang im Walde, angefangen“, erklärte Reinhard Kastner, der stellvertretende Vorsitzende der Eintracht Schmie, die den Konzertabend mit dem Stück „Ich höre ein Lied im Winde weh’n“ aus der Feder des Pforzheimer Komponisten Hermann Sonnet eröffnete und deren Sänger sich gleich zu Beginn mit zwei Opernchören von Giuseppe Verdi großen Aufgaben stellten, die sie, begleitet vom Pianisten Thomas Schild, konzentriert und mit Bravour meisterten. Stimmgewaltig präsentierte sich ihr annähernd doppelt so viele Köpfe zählender Partnerchor aus dem Vaihinger Stadtteil, der mit drei kurzen schwäbischen Gesangssequenzen, der allseits bekannten Beschreibung über den Werdegang des Rebensafts „Aus der Traube in die Tonne“, einem orthodoxen Friedenslied und Spirituals aufwartete. Begleitet vom Maulbronner Hornquartett in einer Besetzung mit Alexander Dauth, Hanna Holle, Max Schäufele und Cornelia Schmid, ließen die Sänger beider Vereine den Jägerchor aus der Oper „Der Freischütz“ erschallen und ernteten für ihre vielfältige Modulation beim Schubertlied ebenso hochverdienten Beifall wie bei ihren anderen Vorträgen.
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