Klänge gehen unter die Haut

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Reihe „musica sacra“ bietet im Rahmen der Maulbronner Klosterkonzerte anspruchsvolle Darbietungen

„Nie wieder Krieg!“: Diese unmissverständliche Botschaft stand dieses Mal im Mittelpunkt der Reihe „musica sacra“ im Kloster Maulbronn.

Das Ensemble TetraGonist. Bild rechts: Die Sopranistin Sarah Wegener bei ihrem Auftritt mit dem Ensemble il capriccio.

Das Ensemble TetraGonist. Bild rechts: Die Sopranistin Sarah Wegener bei ihrem Auftritt mit dem Ensemble il capriccio.

Maulbronn. Die Hoffnung auf Frieden, die die Menschen Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 hatten, sie ist in Deutschland Wirklichkeit geworden. So sagte es Militärbischof Dr. Sigurd Rink in seiner Predigt innerhalb des Festgottesdienstes zum Ende der musica sacra. Und dennoch ist die Menschheit weit entfernt davon, in allen Teilen der Welt friedlich miteinander zu leben. Darauf ging auch der Maulbronner Pfarrer Ernst-Dietrich Egerer in seiner Predigt zum Eröffnungsgottesdienst der musica sacra am Donnerstag ein. Er verwies auf das Adagio von Tomaso Albinoni, das von Bezirkskantorin Erika Budday (Orgel) und Barbara Noeldeke (Cello) gefühlvoll vorgetragen wurde. Die wenigen Takte des Themas, die angeblich von Albinonis Handschrift noch vorhanden waren, sollen in einer der Dresdner Bibliotheken untergebracht gewesen sein, der Stadt, die im Zweiten Weltkrieg nahezu vollständig zerstört wurde. Diese wenigen Takte davon gehen heute um die Welt, denn es gibt immer wieder Musiker, die dort, wo Anschläge auf unschuldige Menschen verübt werden, mit ihrem Instrument zu Ehren dieser Opfer spielen. Im anschließenden Konzert griff Johannes Mayr in die Tasten der Grenzing-Orgel.

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