Kirchturmpolitik soll in Verhandlungen münden
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Illingen will Zuschuss für den Turm der Ulrichskirche reduzieren
Illingen. Die bürgerliche Gemeinde Illingen will mit der Kirchengemeinde eine einvernehmliche Lösung finden, bei der sie bei der Sanierung des Kirchturms der Schützinger Ulrichskirche statt der vertraglich vereinbarten Hälfte aller Kosten nur ein Drittel übernimmt. Die Möglichkeit den fast 130 Jahre alten Vertrag juristisch anzufechten, haben die Gemeinderäte verworfen. Dabei wäre diese Variante unter Umständen auch erfolgversprechend gewesen. Ein Urteil des Verwaltungsgerichtshofs im Jahr 2013 hat einer Gemeinde zugestanden, die im 19. Jahrhundert vereinbarte Beteiligungsquote für die Sanierung von Kirchturm, Glocken und Kirchenuhr auf ein Drittel zu reduzieren.
Grünen-Sprecher Peter Pförsich wies darauf hin, dass dieses Urteil als Präzedenzfall nur gelte, wenn die Kirchengemeinde noch nicht angefangen habe zu planen. In Schützingen gebe es jedoch schon eine Kostenschätzung: 103000 Euro. Pförsich fragte sich also, ob das Urteil auch im Illinger Fall anwendbar sei. Um den juristischen Risiken aus dem Weg zu gehen, soll die Verwaltung nun mit der Kirchengemeinde über einen reduzierten Zuschuss verhandeln. Ob diese davon begeistert ist, ist fraglich. Immerhin hat sie kürzlich ihren Antrag auf eine 50-prozentigen Kostenbeteiligung „bekräftigt“.
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