„Kinder sollen nicht die Verlierer sein“
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CDU-Fraktionschef im Landtag, Peter Hauk, macht sich für eine neue Schulpolitik stark
Niefern-Öschelbonn. Alternativen zur grün-roten Schulpolitik wollte eine CDU-Veranstaltung am Montagabend im voll besetzten Bürgerhaus in Niefern aufzeigen. „Leistungsstarke Schulen für unsere Kinder in Baden-Württemberg“ lautet der Titel des Bildungskonzeptes der CDU-Landtagsfraktion. An der Schulpolitik der aktuellen Regierung ließ der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Peter Hauk, kein gutes Haar. „Der Wegfall der verbindlichen Grundschulempfehlung, die Einführung der Gemeinschaftsschule, der Wegfall der Benotung und damit des Anreizes, Leistung zu erbringen, hat die Bildungslandschaft in Baden-Württemberg grundlegend verändert“, kritisierte Hauk. Eine echte Alternative sei gefordert, damit die Kinder nicht zu Verlierern würden. Die steigenden Anmeldezahlen an Privatschulen seien ein Indiz, dass das staatliche Schulsystem die Eltern verunsichere. Bildung dürfe aber nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen, findet Hauk. Klare Verlierer seien aber auch die Kommunen, wenn unter dem Deckmantel „Regionale Schulentwicklung“ Schulen geschlossen würden. Die CDU plädiere für ein differenziertes Schulwesen, das den unterschiedlichen Begabungen der Kinder gerecht wird. Mit den Gemeinschaftsschulen werde eine Einheitsschule geschaffen, die nicht als Regelschule tauge.
Peter Hauk, Fraktionschef der CDU im Landtag, kritisiert die grün-rote Schulpolitik. Foto: Filitz
„Unser Fehler in der Vergangenheit war, dass wir eine gezielte Förderung vernachlässigt haben. Wir haben uns in Gymnasien den Luxus erlaubt, Leistungskurse mit nur neun Schülern einzurichten, aber dieses Privileg nicht auch anderen Schulen zukommen lassen“, gab sich Hauk auch durchaus selbstkritisch.
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